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Mit den folgenden Ausführungen am Beispiel der neuen SILVER LINE Kabelserie wollen wir ein wenig Licht in das Dunkel des Kabelmythos bringen.

Am Anfang jeder Neu-und Weiterentwicklung steht die geistige Auseinandersetzung mit den Fragen WARUM und WIE. Die Frage nach dem WARUM ist in der Regel schnell geklärt. Für die Antworten stehen die Zielvorgaben neues Produkt, besseres Produkt, wirtschaftlicheres Produkt zur Verfügung. Die Beantwortung der Frage nach dem WIE stellt bereits wesentlich höhere Anforderungen an Entwicklung und Fertigung. Hier geht es darum neue Ideen in wirtschaftliche Fertigungsmethoden umzusetzen und marktgerechte Produkte herzustellen. Dies schließt alle Bereiche von Planung, Fertigung und Vertriebslogistik mit ein.

Doch nun zurück zu unserem Thema der Neuauflage unserer Kabelserie SILVER LINE.

Der Ausgangspunkt jeder Kabelfertigung ist die Auswahl der Leitermaterialien, der Primär- und Sekundärisolationen sowie dem Außenmanteldesign. Die Auswahl des Leitermaterials wird in erster Linie bereits von wirtschaftlichen Aspekten beeinflusst. Dabei reicht das Spektrum der Möglichkeiten vom normalem Elektrolytkupfer unserer Netzkabel im Haushalt über spezielle sauerstoffarme Kupfer mit einer Reinheit von 99,9% bis zu Kupfer/Silber Compound Materialien und reinem Silber.

Der Wareneingang des Kupfer-Leitermaterials.

Bei unserer SILVER LINE Kabelserie fiel die Entscheidung auf ein sauerstoffarmes OFHC Kupfer, da es vom wirtschaftlichen Aspekt die bestmöglichen elektrischen Werte garantierte. Dieses Leitermaterial verbindet beste Leitfähigkeit bei gutem Preis-Leistungsverhältnis und wird in unserem Werk als massiver Kupferdraht oder als verseilte Kupferlitze angeliefert.

Der Wareneingang des Kupfer-Leitermaterials.

Einer der wesentlichen Punkte für die Übertragungsqualität unserer SILVER LINE Kabel ist die Auswahl der Primärisolation. (Isolation um den Einzelleiter) Die Primärisolation bestimmt die wesentlichen elektrischen Eigenschaften unserer Kabel. In dem Bereich der Übertragung elektroakustischer Signale sind die Werte der Leitungskapazität, der Induktivität, der Leitungsdämpfung und des Isolationswiderstandes von größter Bedeutung. Der Preis bestimmt auch hier die Einsatzmöglichkeiten. Diese reichen vom einfachen PVC (Polyvinylchlorid) mit minimalen elektrischen Eigenschaften über PE (Polyäthylen), PETP (Polyestertheraphtalat) bis zu höchstwertigen Isolationen wie ETFE (Tefzel) und Teflon PTFE. Die Sekundärisolationen für Innenmäntel und Außenmäntel sind in ihren elektrischen Eigenschaften für die Übertragungsqualität nicht mehr von entscheidender Bedeutung. Hier spielen Flexibilität, mechanische Festigkeit, Oberflächenbeschaffenheit und Kabeldesign die wesentliche Rolle.

Als Primärisolation kommen in unserer SILVER LINE Kabelserie, für das Netzkabel N1 STC SILVER und das Lautsprecherkabel LS2 SILVER spezielles Hochdruck-Polyäthylen (HDPE-2Y) zum Einsatz. Bei dem Kleinsignalkabel KS1 SILVER haben wir uns aus qualitativen Gründen für TEFZEL (aus der Familie der Teflone) entschieden. Über den verseilten Kabelseelen werden bei dem Netzkabel N1 STC SILVER und dem Kleinsignalkabel K1 SILVER die Verbundabschirmungen aufgebracht. Darüber werden Innenmäntel aus speziellem Thermoplast extrudiert und als Außenmantel ein textiles, schwarzes Filament- Geflecht mit silbernem Kennfaden aufgebracht.

Rohstoffsilos für das Granulat./Weiterverarbeitung des Granulats im Fertigunsprozess.

Alle Rohmaterialien werden als Granulat von der chemischen Industrie (Bayer-Leverkusen, DuPont) angeliefert. In großen Rohstoffsilos werden diese Produkte eingelagert und im Fertigungsprozess in vorgegebenen Mischungsverhältnissen den jeweiligen Verarbeitungsmaschinen (Extrudern) zugeführt.

Rohstoffsilos für das Granulat. Weiterverarbeitung des Granulats im Fertigunsprozess.

Leiterummantelung im Aderextruder.

Nach Festlegung der Leiter- und Isolationsmaterialien, des geometrischen Aufbaus und des Außenmanteldesign kann die Fertigung unserer Kabelserie SILVER LINE in Produktion gehen. Diese beginnt mit der Extrusion (Ummantelung) der Einzelleiter. Dabei wird der Einzelleiter mit dem jeweils bestimmten Isolationswerkstoff bei hohen Temperaturen im Extruder ummantelt. Bei diesem Fertigungsprozess ist die gewählte Isolationswandstärke (Mantelwanddicke) sowie die genaueste Einhaltung der Wandstärke von entscheidender Bedeutung. Bei diesem Fertigungsprozess wird bereits eine Isolationsprüfung mit einer Hochspannung von 5.000V eff durchgeführt.

Nach Fertigstellung der Einzeladern beginnt die Verseilung der Leiter zu den jeweils konstruktiv vorgesehenen Kabelelementen. Bei unserem Netzkabel N1 STC SILVER und dem Lautsprecherkabel L2 SILVER werden die Einzelleiter zu Paaren verseilt. Mit der

Leiterummantelung im Aderextruder. 6 the next generation

Verseilung der Adern- und Einzelelmente im Korbverseiler.

Paarverseilung der jeweiligen Hin- und Rückleiter werden die Leitungsinduktivitäten und -kapazitäten optimiert. Nach Fertigstellung der Einzelelemente erfolgt die Gesamtverseilung zur Kabelseele im Korbverseiler. Dabei ist die Wahl der einzelnen Schlaglängen und der Verseilrichtung (gegenläufige Schlagrichtung — Stringverseilung) von großer Bedeutung zum einen für die Übertragungsqualität und zum anderen für die Reproduzierbarkeit der Kabelseele.

 

Blick in den Flechtsaal.

In der Drahtflechterei werden im Anschluß an die Verseilung die Abschirmungen des Netzkabels N1 STC SILVER und des NF-Kabels KS1 SILVER aufgebracht. Bei beiden Kabeln kommt eine —Verbundabschirmungì (STC) mit einer HF-Dichte von 100% zum Einsatz. Diese Verbundabschirmung besteht aus einer aluminiumkaschierten Mylarfolie und einem Kupfergeflecht oder einer Kupferumspinnung). Diese —STCì Abschirmung garantiert geringtsmögliche Störeinflüsse sowohl statischer als auch elektrischer Störungen. Gleichzeitig werden beste Werte für die Schirmdämpfung erzielt. Die letzten Arbeitsgänge an den Kabeln unserer SILVER LINE Serie sind die Extrusion der Innen-Spulenkessel einer Flechtmaschine.

Auftrommeln der geschirmten Leitung.

Der Mantelextruder./Mantelflechten des Lautsprecherkabels LS2.

Der Mantelextruder. Mantelflechten des Lautsprecherkabels LS2 mäntel und das Aufbringen der textilen Filament- Geflechte. Das Erstellen der Innenmäntel erfolgt im Mantelextruder. Das Filament-Geflecht wird auf speziellen Textilflechtmaschinen aufgebracht.

Damit ist der Fertigungsprozess unserer Kabel der SILVER LINE Serie abgeschlossen und es beginnen die Arbeitsabläufe der Prüfung, Aufmachung und Konfektionierung.

Prüfung der Kabelzentrizität./Herr Wächter im Prüffeld.

Im Prüffeld erfolgt zunächst eine Hochspannungsprüfung der Einzelelemente gegeneinander und gegen die jeweiligen Abschirmungen. Anschließend werden die Einzelparameter der SILVER LINE Kabel wie Kapazität, Induktivität, Leiter-und Isolationswidersand geprüft und in Messprotokollen festgehalten.

Prüfung der Kabelzentrizität. Herr Wächter im Prüffeld.

Blick in die Abteilung Kabelkonfektion. 12 wire@sound systems SILVER LINE Kleinsignalkabel KS1

Nach erfolgreichem Abschluss aller Prüfungen werden die SILVER LINE Kabel von den Fertigungstrommeln in der Aufmacherei auf Ringe bzw. Spulen in vorgegebenen Längen aufgespult.

In der Konfektionsabteilung werden die Kabel der SILVER LINE Serie in den vorgegebenen Längen mit den entsprechenden Steckern und Terminals versehen und verkaufsfertig verpackt.

Zum Abschluss möchten wir nochmals allen Mitarbeitern im Kabelwerk für Ihre Mitarbeit bei der Produktion unserer Kabelserie SILVER LINE danken.

Besonderen Dank gilt der Fertigungsleitung, die es uns ermöglicht in einem Kabelwerk, das von Fertigungslängen von mehreren 10.000 Metern lebt, die Kleinserien SILVER LINE, GOLD LINE und PLATIN LINE zu produzieren.

 
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